Was ist Onsen?

温泉とは

Unterschied zwischen Onsen und Ofuro

Zunächst liegt ein großer Unterschied zwischen Onsen und Ofuro in dem verwendeten Wasser. Ein Onsen verwendet das im Onsen-Gesetz festgelegte Thermalwasser. Im Ofuro wird Leitungswasser verwendet.
Wirkung und Effekt eines Onsen sind klar definiert. Über die Haut vom Körper absorbiert, wirkt es gegen Ermüdung und stärkt die Gesundheit. Je nach Ort haben Onsen verschiedene Wirkungen, so helfen Onsen u.A. bei Kälteempfindlichkeit und Schnittwunden.
Onsen sind im Vergleich zu Leitungswasser mineralhaltiger. Dies enthält zur Desinfektion Chlor und daher weniger Mineralien. Mineralien wirken wärmend auf den Körper und bilden einen Film auf der Haut. Durch die Erwärmung des Körpers werden Abfallstoffe ausgeschieden und es entsteht ein entgiftender Effekt. Außerdem kann die Wärme im Körper gespeichert und auch nach dem Baden ein wohlig warmer Zustand beibehalten werden. Zur Verhinderung der Vermehrung von Bakterien ist im Leitungswasser Chlor enthalten. Beim Baden im Ofuro wird Chlor über die Haut aufgenommen, welches sowohl die Haut als auch die Haare austrocknet. Chlor kann auch dem Körper kleiner Kinder und Menschen mit Allergien schaden. Ein Ofuro mit heißem Leitungswasser kann auch den Körper erwärmen. Es wird jedoch lediglich die Körperoberfläche erwärmt und diese Wärme kann der Körper nicht speichern.
Nicht nur im Onsen zu baden, sondern auch einen Onsen-Ort zu besuchen, ist ein Teil der Wirkung von Onsen. Ein Ofuro gibt es in Japan in fast jedem Haushalt. Es gehört zum Alltag. Dementgegen sind Onsen oft etwas von den Wohngegenden entfernt. Vom alltäglichen Umfeld Abstand nehmen, hat eine entspannende Wirkung und hilft beim Stressabbau.

Unterschied zwischen japanischem Onsen und europäischem Onsen (Therme)

Europäische Thermen sind großzügig, wie Schwimmbecken angelegt und oft mit einer Sauna ausgestattet. Es gibt auch Thermen, die gleichzeitig als Vergnügungseinrichtungen für die ganze Familie ausgelegt sind. Im Vergleich dazu sind die einzelnen japanischen Onsen meist klein angelegt. Sie befinden sich inmitten der Natur, in ländlich, ruhigen Orten. Gebiete mit vielen Ryokans (traditionellen japanischen Pensionen) vermitteln ein anmutiges, nostalgisches Gefühl. Auch wenn Onsen klein angelegt sind, sind diese vielfältig ausgestattet. In einer Onsen-Einrichtung gibt es verschiedene Onsen-Typen. Diese alle auszuprobieren macht sehr viel Spaß. Zum Beispiel werden beim „Hinoki“-Becken (das Becken besteht aus dem Holz der japanischen Zypresse) oder „Iwaburo“ (Felsenbad) verschiedene Materialien verwendet. Es gibt Onsen, in die eine große Anzahl von Leuten passen und das sogenannte „Goemonburo“, das für nur eine Person ist. Außerdem gibt es auch Onsen wie das „Ashiyu“ (Fußbad), in das nur die Füße getaucht werden. Charakteristisch für das japanische Onsen ist das „Rotenburo“ (Freiluftbad), in dem draußen in aller Ruhe gebadet und die Natur genossen werden kann.
Japanische Onsen-Gebiete unterscheiden sich je nach Ort nicht nur vom Onsen, sondern auch von der Kultur. Dies spiegelt sich in der angrenzenden Umgebung und dem Essen wieder. Je nach Lage gibt es typisch einheimische Gerichte – in der Nähe vom Meer frischen Fisch und in der Nähe der Berge frisches Wildgemüse. Oft gibt es Schreine, Tempel und historische Gebäude, die sich je nach Bauzeit und Geschichte unterscheiden. Sich von den Beinen weit tragen zu lassen, in die lokale Kultur und Geschichte einzutauchen und im Onsen zu genesen, ist ein Teil der japanischen Kultur.